

02.05.23 –
Unser Mitglied Dominik erzählt von seiner persönlichen Verbindung zur Gladbacher Partnerstadt Butscha
Dominik Möller (24) ist Feuerwehrmann (Feuerwehr Bergisch Gladbach), Mitglied im Partnerschaftsverein Bergisch Gladbach-Butscha und Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Er erzählt uns, wie es zu der Städtepartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Butscha kam und warum sein Herz an diesem Projekt hängt:
Mit der Ukraine hatte ich vor dem 24.02.2022 nicht viel zu tun. In den Nachrichten hat man hier und da von dem seit 2014 schwelenden Konflikt gelesen, mit Freunden hatte ich geplant mal nach Tschernobyl zu reisen – ansonsten war die Ukraine ein blinder Fleck in meinem Leben. Das hat sich mit der Invasion durch Russland schlagartig geändert.
Wie die allermeisten Menschen in meinem Umfeld war ich entsetzt, dass Krieg eben nicht etwas Fernes und Vergangenes ist – etwas, das nur noch in fernen Ländern mit fragwürdiger Menschenrechtslage vorkommt – sondern dass es auch hier in Europa wieder Krieg gibt.
Als Feuerwehrmann ist mein erster Instinkt immer, helfen zu wollen. Dass das in einem Krieg in einem anderen Land nicht einfach so möglich ist, hat ein Gefühl der Hilflosigkeit ausgelöst. Über die Feuerwehr kam dann recht früh die Anfrage für den Aufbau von Notunterkünften für Geflüchtete aus der Ukraine. Hier anpacken und einen Beitrag leisten zu können tat gut. Doch der Wille, nicht nur hier in Deutschland, sondern auch in der Ukraine zu helfen, war immer noch sehr stark.
Aus der Stadtverwaltung und Feuerwehr heraus bildete sich ein erster Hilfstransport in die polnische Partnerstadt Pszczyna, die wiederum eine Partnerschaft mit der ukrainischen Stadt Butscha pflegt. An diesem ersten Hilfstransport war ich noch nicht beteiligt, doch als dann kurze Zeit später die Anfrage nach mehreren LKW-Fahrer*innen für einen zweiten Hilfstransport kam, war ich gerne dabei. Nach diesem Transport stand fest: Es soll weitere Transporte geben. Der Wunsch nach einer festen Städtepartnerschaft mit Butscha war geboren und wurde kurz darauf durch die grausamen Bilder, die aus Butscha um die Welt gingen, gefestigt. Auch nach der Gründung des Städtepartnerschafts-Vereins gingen und gehen die Hilfstransporte weiter. Mittlerweile sind mehrere dutzend Tonnen an Hilfsgütern, Linienbusse, diverse Fahrzeuge und vieles mehr nach Butscha gebracht worden.
Der Beginn dieser Städtepartnerschaft ist geprägt von Leid und Akuthilfe. Doch ich hoffe, dass schon bald gegenseitige Besuche und Kennenlernen der Kultur in den Vordergrund rücken können.
Wer mehr über die Arbeit des Städtepartnerschafts-Vereins lernen möchte, findet unter https://www.bergischgladbach.de/butscha.aspx Berichte und auch Kontaktmöglichkeiten. Der Partnerschaftsverein ist auch auf Instagram vertreten: @bergischgladbach_butscha
Niederschwellige Hilfe für Menschen mit psychischer Erkrankung: Das ist das Ziel des Gemeindepsychiatrischen Verbunds im [...]
Klausurtagung der Mittelgebirgsregionen im Bergischen Zu den Höhepunkten in diesem Jahr zählt die Ausrichtung der Klausurtagung des [...]
Um die Menschen in der Ukraine zu unterstützen, hat der Kreis einen VW-Bus, der zuvor als Vermessungsfahrzeug im Einsatz war, an die [...]
Der Bundesrat hat heute zum Gesetzentwurf für ein Vertragsgesetz zum Unitarisierungsabkommen für neue Gasbohrungen vor Borkum keine [...]
Viele Jahre lang hat unser Mitgliedermagazin lebendige Einblicke in die Arbeit, Debatten und Hintergründe von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gegeben. [...]
Zehn Jahre nach dem historischen Klimaschutzabkommen von Paris steht der Klimaschutz unter großem Druck – das 1,5-Grad-Ziel ist nur schwer [...]