Tierschutz ist für uns GRÜNE schon immer ein sehr wichtiges Thema. Auch besonders in unserem schönen Kreis ist es relevant, wenn wir die Tierhaltung für die landwirtschaftliche Nutzung betrachten. In Deutschland verzichten zurzeit ca. 10% der Menschen weitestgehend auf Fleisch und rund 2% ernähren sich vegan. Viele möchten nicht ganz auf Fleisch verzichten und das muss auch nicht sein. Bewusster Fleischkonsum kann sogar kleine Landwirtschaftsbetriebe unterstützen, die nach höchsten ethischen und ökologischen Standards arbeiten.
Stephan Mohr ist Bio-Landwirt in der Wahner Heide und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Rösrath. Er erzählt, warum es wichtige Graustufen in der Debatte um fleischliche Ernährung gibt:
„Als Landwirt würde ich mich freuen, wenn Tierschutzdebatten differenzierter geführt würden. Ich begegne meist Menschen, die entweder viel Fleisch oder gar kein Fleisch mehr essen. Natürlich aber auch denen, die nur Bio und Artgerecht haben wollen. Alle haben gute Argumente für ihren Standpunkt, sind aber meist auch nicht bereit diesen zu verändern.
Auf der Strecke bleiben zunehmend alle die Landwirte, die zumindest versuchen ein gesundes Lebensmittel mit viel Gemeinwohl und ohne unnötige Tierquälerei zu produzieren.
Eine weltweite Aufgabe der Weidetierhaltung und eine damit einhergehende Aufgabe der Wiesen- und Weidennutzung würde eine ungeahnte Verarmung der Landschaft und der Artenvielfalt nach sich ziehen. Weltweit betrachtet ist ein Großteil der landwirtschaftlichen Fläche überhaupt nicht ackerfähig. Diese Fläche würde ungenutzt für die Ernährung bleiben und nicht ersetzbar sein.
Trotz aller Versuche und Beteuerungen regionale Produkte und damit auch regionale Verarbeitungsketten zu fördern, wird es für klein strukturierte Betriebe immer schwieriger ihre Produkte vor Ort zu erzeugen und zu vermarkten. Das gilt für das Bergische Land genauso wie für ganze Kontinente wie Afrika.
Was wir brauchen, ist von allem etwas. In manchen Fällen vielleicht auch etwas weniger Masse als wir es gewohnt sind. Ein Leben nahe an unseren natürlichen und kulturellen Wurzeln ist nur in einer reich strukturierten und artenreichen Landschaft möglich. Bäuerliche Landwirtschaft und Weidetiere, mit der von ihnen geformten Landschaft, gehören unbedingt dazu.“
Kategorie
Gedenktage | Landwirtschaft | Rheinisch-Bergischer Kreis | Tierschutz
Von: Dr. Dietmar Kreikenbohm-Romotzky
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